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von M. Dieterich, M. Goll, G. Pfeiffer, U. Weiss
hamet e ist ein handlungsorientiertes Testverfahren zur Erfassung und Förderung elementarer handwerklich motorischer Kompetenzen und ist für den Einsatz in Werkstätten für geistig behinderte Menschen (WfbM). entwickelt worden. hamet e ist ein eigenständiges Testverfahren, das das bekannte Verfahren hamet 2 Modul 1 in der Differenzierung im unteren Leistungsbereich ergänzt.
hamet e kann in unterschiedlichen Feldern (Diagnostik, Förderung und Integration) für eine differenzierte Betrachtung der individuellen motorischen Fertigkeiten von geistig behinderten Menschen eingesetzt werden:
Am Übergang der Werkstufe der Förderschule G in den Berufsbildungsbereich der WfbM
Die Aufgaben- und Testkonstruktion orientiert sich an der Faktorenstruktur des hamet 2 , ist an die Anforderungen und die Tätigkeiten in einer WfbM angepasst und entsprechen der Werkstattpraxis . Der Bezug zu realen Aufträgen und handwerklichen Lerninhalten ist immer zu erkennen.
Für die Aufgaben des hamet e wurden innerhalb der 6 Faktoren beruflicher Basiskompetenz
jeweils vier Leistungsstufen mit unterschiedlich schweren Anforderungen entwickelt. Die einfachste Stufe entspricht jeweils den Kriterien gerade noch wirtschaftlich verwertbarer Arbeit, die schwierigste Stufe bildet den Übergang zum Vorprogramm von hamet 2 Modul 1 ab.
Für die Handauswertung liegen Auswertungskriterien vor, für einige Aufgaben stehen Auswertefolien zur Verfügung, die PC-Aufgaben werden von Programm selbst automatisch ausgewertet.
Nach der Eingabe der Testrohwerte in eine Datenmaske werden vom PC-Programm die Leistungen der Probanden errechnet und können in verschiedenen Auswerteprofilen dargestellt werden. Die zu den einzelnen Aufgaben gehörenden Schwierigkeitsstufen werden dabei nebeneinander dargestellt.
Die Ergebnisse eines Probanden können hinsichtlich
Die Ergebnisse der Aufgaben von Faktor A (Routine und Tempo) können zusätzlich in Bezug zu
Eine Berichtsvorlage erlaubt das zügige Erstellen eines entsprechenden Diagnostikberichtes.
Der hamet e ist ein Verfahren, das von in der Werkstattpraxis erfahrenen und in der Testdurchführung geschulten Arbeitspädagogen, Sozialpädagogen oder Ergotherapeuten angewendet werden kann. Es wird mit Originalwerkzeugen gearbeitet, eine Werkbank mit Schraubstock und ein PC müssen verfügbar sein. Die Durchführung kann als Einzeltest oder in Kleinstgruppen erfolgen.
Die Unterweisung der Testaufgaben erfolgt individuell mit „Vorprogrammen“. Diese Aufgaben sind dazu da, individuell den Möglichkeiten der Testpersonen entsprechend, die Aufgabe so zu unterweisen, dass sichtbar wird, ob die Problemstellung auch verstanden wurde. Sie wurden so entwickelt, dass nach der Durchführung des Vorprogramms entschieden werden kann, welche Schwierigkeitsstufe zur anschließenden Testdurchführung passend erscheint.
Durch Vorprogramme ist eine individuelle Aufgabenauswahl möglich. Es kann entsprechend der Fragestellung die Durchführungszeit variabel gestaltet werden. Auf Grund von Motivations- und Konzentrationsaspekten sollten pro Testtag maximal 2 Stunden angesetzt werden. Wird eine entsprechende Aufgabenauswahl getroffen, kann ein bereits umfangreiches und aussagekräftiges Profil in 4 - 5 Stunden erarbeitet werden.
Die Untersuchungen zu den Testgütekriterien werden im Testhandbuch beschrieben.
Anhand einer Faktorenanalyse konnten fünf Faktoren extrahiert und i nhaltlich sinnvoll interpretiert werden. (59 % Varianzaufklärung).
Zur Überprüfung der Konstruktvalidität wurde der Zusammenhang zwischen den hamet e -Ergebnissen und der sprachfreien intellektuellen Leistungsfähigkeit (CPM von Raven) untersucht. Die Korrelationen liegen im Allgemeinen zwischen .40 und .70.
Um erste Ergebnisse zum Zusammenhang zwischen den hamet e -Werten und einem Außenkriterium zu erhalten, wurden die Mitarbeiter/innen der Werkstätten um die Beurteilung hinsichtlich der praktischen, arbeitsbezogenen Leistungsfähigkeit der für die Eichung untersuchten Probanden gebeten. Diese Einschätzung wurden mit den qualitativen hamet e - Leistungen (prozentual bezogen auf die Erwachsenenwerte) korreliert. Die errechneten Korrelationen liegen bei allen 92 Variablen auf einem mittleren Niveau, d.h. zwischen .40 und .70.
Die Durchführungsobjektivität im hamet e wird durch die standardisierten Instruktionen gewährleistet. Im Handbuch sind die Instruktionen für jeden Untertest aufgeführt und die Elemente benannt, die bei jeder Instruktion enthalten sein müssen.
Die Auswertungsobjektivität wurde über den Grad der Übereinstimmung der Auswertungsergebnisse verschiedener Testleiter überprüft: Die Korrelationen bewegen sich zwischen .75 und 1.0, die meisten Korrelationen liegen im Bereich zwischen .90 und .95. Diese Werte weisen auf eine gute Auswertungsobjektivität des hamet e hin.
Die Reliabilität des hamet e wurde mit der Testhalbierungsmethode überprüft.
Die Koeffizienten liegen bei den meisten Aufgaben zwischen .80 und .95, bei der großen Zahl von Aufgaben sind jedoch auch einige Ausreißer nach unten zu beobachten.
hamet 2 und hamet e kann von Arbeitspädagogen, Ausbildungsmeistern, handwerklich erfahrenen Pädagogen und Psychologen durchgeführt werden. Dabei ist Folgendes zu beachten:
Die fachgerechte Durchführung, Auswertung und Interpretation des Testverfahrens erfordert laut den gültigen Nutzungsbedingungen eine vorhergehende Schulung durch Referenten der BBW Waiblingen gGmbH.